So 2 I 2022 Baarburg mit Irena 11:00

Es ist sonnig und warm. Von Westen nähert sich eine graue Wolkenwand. Der Wintersturm der letzten Woche, als Karibik-Luft durchs Schweizer Mittelland fegte, hat viele Zweige und Äste aus den kahlen Baumkronen gerissen.

Hinter sieben Horizonten sieht man Eiger, Mönch und Jungfrau.

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Auf das Fensterbrett im Unterstand ist ein rotes Glarner-Tüechli mit der Aufschrift

BIGGEST
BADDEST

drapiert.

Seit 36 Jahren besuche ich nun die Baarburg regelmässig, mache Notizen und fotografiere. In dieser Zeit habe ich viele Veränderungen beobachtet. Die radikalste ist die weitgehende Entwaldung des Bergplateaus. Vor 20 Jahren war hier noch ein geschlossener Wald. Jetzt hat grossflächiger Kahlschlag in mehreren Etappen eine offene Fläche geschaffen, die von einem Saum von Bäumen entlang dem Plateutrand eingerahmt wird.

 

So 9 I 2022 Baarburg mit Irena 11:00

Letzte Nacht hat es geregnet und gegen Morgen auf der Baarburg noch etwas geschneit. Jetzt regnet es leicht und der Schnee tropft von den Bäumen. Später drückt manchmal die Sonne durch.

Die Baumstämme haben auf der Westseite von oben bis unten einen markanten weissen Schneestreifen. Das Schneien war also mit einem heftigen Westwind verbunden.

Auf einem am Boden liegenden vermodernden alten Baumstamm ragen die die aus härterem Holz bestehenden Astansätze wie kleine Bäumchen nach oben. Faszinierend, wie die Natur gewisse Formen wiederholt und variiert.

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Die dünne Schneeschicht akzentuiert und zeichnet Formen und Muster.

Trotz dem ungemütlichen Wetter sind heute erstaunlich viele Spaziergänger unterwegs.


 

So 16 I 2022 Baarburg mit Irena 11:00

Der Berg steckt im Nebel. Die Sonne wäre nicht weit. Manchmal sieht man blauen Himmel und die Baumkronen leuchten im Licht, aber dann schwappt der kalte Nebel zurück. Es ist einige Grad unter Null, der Boden ist hart gefroren. Die Waldstrasse ist so vereist, dass man jeden Schritt abwägen muss, um nicht auszurutschen.
Ein Fotograf mit einem grossen Teleobjektiv hofft, dass sich die Sonne hier endgültig durchsetzt.

Raureif und Eis zeichnen abstrakte Bilder in den Winterwald.

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